FB Wettbewerb: Wer fängt den ersten Karpfen 2007?
Rückblick des Siegers Markus Stomberg
Vorwort vom Friesenbaits-Web-Team:
Am 2. Januar 2007 schrieb Harald zum ersten Mal einen Wettbewerb im Forum aus. Es ging darum, wer den ersten Karpfen des Jahres 2007 fangen würde. Die Bedingungen waren einfach: Der Karpfen mußte in Ostfriesland gefangen werden und sollte bereits über das Satzkarpfenalter hinaus sein.
In den folgenden Wochen trieb es imer mal wieder jemanden ans Wasser und Ernst konnte am 9. Januar auch bereits einen Fisch überlisten, doch da er als "Mitarbeiter" nicht an dem Wettbewerb teilnehmen konnte blieb es spannend bis zum 20. Februar 2007, als Markus Stomberg aus Emden den Wettbewerb mit einem 20 pfündigen Spiegler für sich entschied. Hier der ungekürzte Bericht vom Fänger:
Am 2. Januar 2007 schrieb Harald zum ersten Mal einen Wettbewerb im Forum aus. Es ging darum, wer den ersten Karpfen des Jahres 2007 fangen würde. Die Bedingungen waren einfach: Der Karpfen mußte in Ostfriesland gefangen werden und sollte bereits über das Satzkarpfenalter hinaus sein.
In den folgenden Wochen trieb es imer mal wieder jemanden ans Wasser und Ernst konnte am 9. Januar auch bereits einen Fisch überlisten, doch da er als "Mitarbeiter" nicht an dem Wettbewerb teilnehmen konnte blieb es spannend bis zum 20. Februar 2007, als Markus Stomberg aus Emden den Wettbewerb mit einem 20 pfündigen Spiegler für sich entschied. Hier der ungekürzte Bericht vom Fänger:
platzSchnell hatte ich mein Camp aus dem Boden gestampft...
platzPIEP! - Geht es etwa schon los?
platzDie Sonne verschwand hinter dem Horizont.
platz
platzDieser Anblick rückte alles wieder ins rechte Licht.
platzIch blieb zurück und...wartete...
"Nachdem ich hier im Forum groß angekündigt hatte den ersten Karpfen ´07 schon so gut wie in der Tasche zu haben, wuchs mein Optimismus über sich hinaus. Schon in den vergangenen Tagen, während ich die Stelle am Kanal zum Füttern besuchte, bei strahlendem Sonnenschein und Windstille, drillte ich bereits in meinen Gedanken die dicksten, größten und schönsten Carps. Ich konnte es einfach nicht mehr erwarten ans Wasser zu kommen.
Am Freitagmittag gegen 14.00 Uhr war es dann endlich soweit. Leider hatte sich das Wetter der letzten Tage nicht in der Form halten können, wie ich es mir gewünscht hätte und so wehte mir ein kräftiger Süd-Ost um die Ohren. Aber nachdem ich diesen Winter bereits einige Tage bei Dauerfrost und Schneetreiben am Wasser verbracht hatte, war dieses Wetterchen eigentlich gar nicht so schlecht. Los geht´ s … Tackle schleppen! Na ja, was soll´ s… es ist ja das letzte Mal. Morgen kommt Ernst vorbei und bringt den Trolley mit…“Perfekt!“ Hat dann auch gar nicht lange gedauert und ich hatte mein Camp aus dem Boden gestampft.
„Piep!“… was war das, geht´ s etwa schon los? „Piep, Pieeep!“ spätestens nachdem alle vier Schreihälse ihr schrilles Quartett sangen, war mir klar, dass hier keine Fischaktivität der Auslöser war, sondern der Entwässerungsverband seinem Namen alle Ehre machte. Natürlich war an fischen schon bald nicht mehr zu denken. Also Ruten raus, neue Säckchen dran, abwarten… und noch länger warten.
Als endlich Ruhe einkehrte war die Sonne längst hinter dem Horizont verschwunden und mir blieb nichts anderes übrig, als die Köder in die Dunkelheit zu schleudern in der Hoffnung, dass sie dort ankommen, wo sie hin sollten.
Im Nachhinein war ich dennoch ganz zufrieden. Leider reichte es den Fischen nicht, denn die kommende Nacht blieb ruhig.
Doch eine halbe Stunde später rückte der Anblick der aufgehenden Sonne sprichwörtlich alles ins rechte Licht.
Das war also der erste Tag. Kein Fisch! Dabei war ich doch so davon überzeugt das Ding wäre nach der ersten Nacht schon gelaufen. Was tun? Erstmal so weitermachen, wie bisher. Ach ja, heute kommt Ernst und bringt den Trolley. Super, wenigstens das ganze Tackle nicht wieder zurück schleppen und mein Kumpel, der auch eine Nacht zum Fischen raus wollte, freut sich sicher über die Transportmöglichkeit.
Gegen Mittag sah ich Ernst dann kommen. Doch wo war der Trolley? Das war wohl nix…den Trolley gab´ s vorerst nicht. Scheiße… mir taten urplötzlich die Schultern weh.
Irgendwann, nachdem wir ne ganze Weile gequatscht hatten, verabschiedete sich der Fuchs. Ich blieb zurück… und wartete. Warten…und bei Granatenhagel der Graugänsemiliz ins Zelt flüchten - Die Tätigkeiten, die mein Dasein bestimmten.
Fische? … Immer noch Fehlanzeige!
Mittlerweile war auch mein Kumpel angekommen und wir warteten gemeinsam. Aber jetzt, wo wir zu zweit waren, schmeckte das Bier wieder besser. Zack… da war der zweite Tag auch schon vorbei! Der nächste Morgen war, wie gewohnt kalt und nennenswertes gab es auch nicht zu berichten. Allerdings möchte ich euch die traumhaften Impressionen nicht vorenthalten:
Am Freitagmittag gegen 14.00 Uhr war es dann endlich soweit. Leider hatte sich das Wetter der letzten Tage nicht in der Form halten können, wie ich es mir gewünscht hätte und so wehte mir ein kräftiger Süd-Ost um die Ohren. Aber nachdem ich diesen Winter bereits einige Tage bei Dauerfrost und Schneetreiben am Wasser verbracht hatte, war dieses Wetterchen eigentlich gar nicht so schlecht. Los geht´ s … Tackle schleppen! Na ja, was soll´ s… es ist ja das letzte Mal. Morgen kommt Ernst vorbei und bringt den Trolley mit…“Perfekt!“ Hat dann auch gar nicht lange gedauert und ich hatte mein Camp aus dem Boden gestampft.
Der Entwässerungsverband machte seinem Namen alle Ehre
So, an die Waffen. Da ich einige Tage vorher ausschließlich mit Pellets und wenigen halbierten Boilies vorgefüttert hatte, um eine Überfütterung zu vermeiden, blieb ich auch weiterhin dieser Strategie treu und griff futtertechnisch nur auf den Einsatz von PVA-Materialien zurück. Ruten raus und erstmal nen Kaffee trinken. So wenig braucht der Mensch zum glücklich sein… faszinierend, oder?„Piep!“… was war das, geht´ s etwa schon los? „Piep, Pieeep!“ spätestens nachdem alle vier Schreihälse ihr schrilles Quartett sangen, war mir klar, dass hier keine Fischaktivität der Auslöser war, sondern der Entwässerungsverband seinem Namen alle Ehre machte. Natürlich war an fischen schon bald nicht mehr zu denken. Also Ruten raus, neue Säckchen dran, abwarten… und noch länger warten.
Als endlich Ruhe einkehrte war die Sonne längst hinter dem Horizont verschwunden und mir blieb nichts anderes übrig, als die Köder in die Dunkelheit zu schleudern in der Hoffnung, dass sie dort ankommen, wo sie hin sollten.
Im Nachhinein war ich dennoch ganz zufrieden. Leider reichte es den Fischen nicht, denn die kommende Nacht blieb ruhig.
Wildgänse-Terror aus der Höhe...
Tja…ruhig vielleicht was das Singen der Piepser betrifft, aber die abertausenden Gänse über mir und um mich herum, die hatten eine gänzlich andere Vorstellung von Nachtruhe. Auf Grund der nervenden Terroristen am Himmel und der Tatsache, dass mir nächtens ein Fuchs direkt vor die Haustür geschissen hatte, fiel meine Stimmung ins Bodenlose.Doch eine halbe Stunde später rückte der Anblick der aufgehenden Sonne sprichwörtlich alles ins rechte Licht.
Das war also der erste Tag. Kein Fisch! Dabei war ich doch so davon überzeugt das Ding wäre nach der ersten Nacht schon gelaufen. Was tun? Erstmal so weitermachen, wie bisher. Ach ja, heute kommt Ernst und bringt den Trolley. Super, wenigstens das ganze Tackle nicht wieder zurück schleppen und mein Kumpel, der auch eine Nacht zum Fischen raus wollte, freut sich sicher über die Transportmöglichkeit.
Gegen Mittag sah ich Ernst dann kommen. Doch wo war der Trolley? Das war wohl nix…den Trolley gab´ s vorerst nicht. Scheiße… mir taten urplötzlich die Schultern weh.
Irgendwann, nachdem wir ne ganze Weile gequatscht hatten, verabschiedete sich der Fuchs. Ich blieb zurück… und wartete. Warten…und bei Granatenhagel der Graugänsemiliz ins Zelt flüchten - Die Tätigkeiten, die mein Dasein bestimmten.
Fische? … Immer noch Fehlanzeige!
Mittlerweile war auch mein Kumpel angekommen und wir warteten gemeinsam. Aber jetzt, wo wir zu zweit waren, schmeckte das Bier wieder besser. Zack… da war der zweite Tag auch schon vorbei! Der nächste Morgen war, wie gewohnt kalt und nennenswertes gab es auch nicht zu berichten. Allerdings möchte ich euch die traumhaften Impressionen nicht vorenthalten:
Traumhafte Impressionen - Bilder zum Vergrößern anklicken !
platzMehr hätte wohl nicht rein gepasst!
platzAm nächsten Morgen bot sich ausreichend Gelegenheit...
platz...die Eindrücke am neuen See festzuhalten - Herrlich, oder?!
platzEin Strawberry Pop-up brachte den ersehnten Fisch.
Eigentlich...
...wäre mein Trip an dieser Stelle beendet gewesen. Allerdings konnte ich es nicht einfach hinnehmen ohne Fisch heimgehen zu müssen.Ich fragte meinen Kumpel, ob er mich an einem nahe gelegenen See absetzen könnte, da ich es gern noch eine weitere Nacht versuchen würde. Kein Thema… los geht´ s!
Schleppen bis zur totalen Erschöpfung. Mehr hätte allerdings auch nicht in den Wagen gepasst.
Endlich am See angekommen, schleunigst alles aufgebaut, rein in die Wathose und Ruten ausbringen. Verdammt kalt das Wasser!
Leider war es dann doch ziemlich schnell dunkel, so dass es mir nicht mehr möglich war einige Fotos zu schießen.
Aber dafür sollte sich am nächsten Morgen ausreichend Möglichkeit bieten - Einfach herrlich, oder? Schon auf Grund dieser Eindrücke, hatte sich der Aufwand bereits gelohnt.
Gefangen hatte ich allerdings immer noch nichts!
Gegen Mittag schrieb ich Harald eine SMS mit dem Inhalt, dass ich mich wahrscheinlich bald geschlagen geben würde.
Schließlich gingen mir so langsam die Vorräte aus und noch so eine Nacht, wie die Letzte wollte ich eigentlich nicht erleben. Liege, Schlafsack, Decke, Kissen… alles feucht ohne Ende und dadurch auch verdammt kalt.
Ich hatte mein Zelt schon ausgeräumt, den Schlafsack zusammengerollt und alle Vorbereitungen für meine Abreise getroffen.
Doch irgendwann entschloss ich mich mein Zelt wieder einzurichten und mich auf die kommende Nacht vorzubereiten… warum kann ich euch gar nicht so recht beantworten.
Der geht tatsächlich ab!!!
Die Nacht kam… und sie war kalt!Aber sie trug auch etwas mehr als Kälte mit sich und zwar die schönste Symphonie, die meine Ohren je gehört hatten.
Ich konnte es nicht glauben… der geht tatsächlich ab. Rein in die Wathose und endlich… drillen!
Ein Strawberry Pop-Up auf einem Bett von fischigen Pellets, angeboten an einer Scharkante, schenkte mir den ersehnten Fisch.
Und es sollte ein schönes Exemplar sein, welches in meinen Kescher glitt.
Das Foto zeigt einen schönen Spiegler, den ersten Fisch der Saison, und einen völlig fertigen Fänger, der vielleicht einen gequälten Eindruck macht, aber in dessen Inneren ein Feuerwerk von Glücksgefühlen brennt.
(Ich muss mich entschuldigen euch ein solches Foto zumuten zu müssen, aber dieser verfluchte 10 Sekunden Selbstauslöser hat mich fertig gemacht)
Im Anschluss an diesen glücklichen Fang, verkroch ich mich in meinen Schlafsack und fror mich glücklich und zufrieden durch die Nacht."
Mfg, Markus

