Tipps für Einsteiger

Übersicht:
- Vorwort
- Der richtige Gewässertyp für den Einstieg - See? Kanal? Fluss?
- Die Wahl der richtigen Angelstelle: "Location"
Wie erkennt man vielversprechende Stellen, Einsatz der Lotrute etc. - Die Köderwahl
u.a.: Hartmais zubereiten, Infos über Boilies, lohnt es Boilies selbst zu rollen? - Anfüttern - wie, wo und wieviel?
Anlegen einer Futterstelle, Füttern auf verschiedene Distanzen etc. - Rute, Rolle, Schnur, was noch? - die richtige Ausrüstung
- Die wichtigsten 20 Zentimeter: Montagen und Vorfächer
Selbsthakmontagen, Knotless-knot rig, Inline-Montagen, Montagen mit safety-clip
Diese Sammlung von Einsteiger-Tipps ist sicher nicht vollständig und eher allgemein gehalten, sollte aber zumindest die grundlegendsten Dinge enthalten die man für einen Start in das Hobby benötigt. Speziellere Techniken oder Methoden die mit hohen Kosten verbunden sind, habe ich hier bewusst weg gelassen. Ich denke, dass man sich mit Futterbooten, Echolot- und GPS-Einsatz, Funk-Bissanzeigern, Rod-Pods, Long-Range Fischerei, PVA-Präsentationen und Futterraketen und was es sonst noch alles an Möglichkeiten gibt, am Anfang noch gar nicht auseinandersetzen sollte. Je weniger technisch vorbelastet man das Ganze am Anfang angeht, desto weniger groß ist der Druck dem man sich selber aussetzt und desto mehr Spaß wird man gerade am Anfang haben. Wenn man dass Hobby dann tatsächlich länger betreiben möchte, lernt man die anderen Dinge nach und nach ohnehin noch kennen.
Wenn man gerade erst mit dem gezielten Fischen auf Karpfen anfängt, ist es meiner Meinung nach wichtig sich ein Gewässer auszusuchen, in welchem man schnell erste Erfolgserlebnisse erfahren kann. Nur durch Fangerfolge holt man sich nämlich die Erfahrung und Motivation um sich auch langfristig den Spaß an dieser Form des Fischens zu sichern.
Ob man sich für einen See oder Kanal entscheidet, ist dabei zunächst einmal Geschmackssache. Das Fischen an Fließgewässern hingegen stellt besondere Anforderungen an den Angler und ist als Gewässertyp zum Einstieg eher nicht zu empfehlen.
Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des Einstiegs-Gewässers sind: Ein guter, dichter Karpfenbestand und möglichst viele Informationen über das Gewässer.
Diese Informationen bekommt man zum Einen über seinen Verein (Dokumentation der Besatzmaßnahmen, Auswertung der Fanglisten etc.), aber auch und gerade im Austausch mit anderen (Karpfen-)Anglern (im Gespräch am Wasser, in Internet-Foren, bei Stammtischen, Gemeinschaftsangeln o.ä.).
Hat man wider Erwarten keine Möglichkeiten an Infos heran zu kommen, empfehlen sich kleine überschaubare Seen (bis etwa 6 Hektar) oder hier in Ostfriesland die größeren Kanäle.
Warum? Beim Fischen an kleineren Seen wird man relativ schnell merken, ob der Bestand so gut ist, dass man ohne größeren Aufwand die ersten Fische fängt oder ob man lieber noch einmal das Gewässer wechselt. In den hiesigen Kanälen hingegen sind die zahlenmäßigen Karpfenbestände durchweg so gut, dass die ersten Fänge meistens nicht lange auf sich warten lassen.
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Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des Einstiegs-Gewässers sind: Ein guter, dichter Karpfenbestand und möglichst viele Informationen über das Gewässer.
Diese Informationen bekommt man zum Einen über seinen Verein (Dokumentation der Besatzmaßnahmen, Auswertung der Fanglisten etc.), aber auch und gerade im Austausch mit anderen (Karpfen-)Anglern (im Gespräch am Wasser, in Internet-Foren, bei Stammtischen, Gemeinschaftsangeln o.ä.).
Hat man wider Erwarten keine Möglichkeiten an Infos heran zu kommen, empfehlen sich kleine überschaubare Seen (bis etwa 6 Hektar) oder hier in Ostfriesland die größeren Kanäle.
Warum? Beim Fischen an kleineren Seen wird man relativ schnell merken, ob der Bestand so gut ist, dass man ohne größeren Aufwand die ersten Fische fängt oder ob man lieber noch einmal das Gewässer wechselt. In den hiesigen Kanälen hingegen sind die zahlenmäßigen Karpfenbestände durchweg so gut, dass die ersten Fänge meistens nicht lange auf sich warten lassen.
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Hat man sich für ein Gewässer entschieden, gilt es vielversprechende Angelstellen zu suchen. Wie fast immer bei der Karpfenangelei gibt es auch für diese Tätigkeit einen englischen Begriff: Location!
Location ist das wichtigste Puzzleteil auf dem Weg zum Fangerfolg. Die Zeit und Mühe die man hier investiert macht am Ende oftmals den Unterschied zwischen einem erfolgreichen Ansitz und einem Blank aus.
Bereits beim Rundgang um ein Gewässer kann man einige offensichtlich interessante Plätze entdecken: In das Wasser hinein wachsendes Schilf, Seerosenfelder oder andere Wasserpflanzen, überhängende Bäume, Einläufe oder Sandbänke um nur einige zu nennen.
All diese Stellen werden die Karpfen mit ziemlicher Sicherheit immer wieder mal aufsuchen, da dort Schnecken, Muscheln und andere kleine Futtertiere leben.
Location ist das wichtigste Puzzleteil auf dem Weg zum Fangerfolg. Die Zeit und Mühe die man hier investiert macht am Ende oftmals den Unterschied zwischen einem erfolgreichen Ansitz und einem Blank aus.
Was also sind "vielversprechende Angelstellen" und wie erkenne ich diese?
Kurz gesagt versucht man die Gewässerbereiche ausfindig zu machen, an denen sich die Karpfen regelmäßig aufhalten - optimal ist es wenn dies Stellen sind, an denen die Fische auch fressen!Bereits beim Rundgang um ein Gewässer kann man einige offensichtlich interessante Plätze entdecken: In das Wasser hinein wachsendes Schilf, Seerosenfelder oder andere Wasserpflanzen, überhängende Bäume, Einläufe oder Sandbänke um nur einige zu nennen.
All diese Stellen werden die Karpfen mit ziemlicher Sicherheit immer wieder mal aufsuchen, da dort Schnecken, Muscheln und andere kleine Futtertiere leben.
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| (Bilder zum Vergrößern anklicken) "Einige interessante Angelstellen kann man schon bei einem Spaziergang am Gewässer ausmachen." | ||
Wenn das Wetter und die Wasserverhältnisse es zulassen kann man die Karpfen manchmal auch unter der Oberfläche schwimmen oder sogar fressen sehen. Außerdem machen Karpfen in vielen Gewässern auch durch scheinbar übermütiges aus dem Wasser springen und darauf folgendes lautes Klatschen auf sich aufmerksam! Man muss sich nur die Ruhe und Zeit nehmen es wahrzunehmen!

Durch den Einsatz der Lotrute lassen sich Gewässertiefe und Bodenbeschaffenheit eines Gewässers ermitteln und so die oben genannten "Hot-Spots" finden.
Zum Loten benötigt man folgende Komponenten:
- Stabile Rute mit mindestens 60g Wurfgewicht
- Rolle, bespult mit geflochtener(!) Schnur
- Große, gut sichtbare Pose (es gibt spezielle Lotposen, eine Hechtpose ab 25g Tragkraft tut's aber auch!)
- Karabiner-Wirbel mit einem großen Öhr
- Blei von wenigstens 60 Gramm Gewicht mit einem Öhr (kein Durchlaufblei o.ä.)
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(Bilder zum Vergrößern anklicken)
Lotmontage und Zentimetermarkierungen auf der Rute
Lotmontage und Zentimetermarkierungen auf der Rute
Gelotet wird dann so: Auswerfen, kurz vor dem Aufprall vorsichtig abbremsen (um die Montage zu strecken und Verhedderungen zu vermeiden) und die Montage an gestraffter Schnur absinken lassen. Ist das Blei auf dem Boden angekommen wird nun zum Ermitteln der Wassertiefe die Rollenbremse gelöst und mit der Hand so lange Schnur abgezogen, bis die Pose an der Wasseroberfläche zu sehen ist. Anhand der der Markierungen auf der Rute weiß man wie viel Schnur man geben musste und dies ist dementsprechend die Wassertiefe. Anschließend holt man die Montage einige Meter ein und kann dann erneut die Wassertiefe messen, indem man die Pose zur Oberfläche steigen lässt. So kann man mit einem Wurf die Wassertiefe an mehreren Stellen ermitteln.
Ermittlung der Bodenbeschaffenheit: Indem man die Montage (oder nur ein an das Ende der Schnur geknotetes Blei...) an der geflochtenen Schnur über den Grund zieht, hat man die Möglichkeit die Beschaffenheit des Gewässerbodens heraus finden.
Aufgrund der fehlenden Dehnung kann man den Bodenkontakt des Bleis sehr gut in der Rute spüren und unterscheiden, ob man es gerade über Schlamm, durch Kraut über Kies, Sand oder gar eine Muschelbank zieht.
Noch einmal zur Erinnerung: Eine gute Location ist der wichtigste Teil der gesamten Vorbereitung , darum sollte man hierfür die meiste Zeit und Mühe investieren!
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Karpfen fressen nahezu alles. Man kann sie mit Würmern, Maden, Dosenmais, Teig, Brot, Kartoffeln und vielen anderen Ködern überlisten. Schwierig ist bei den genannten Ködern jedoch, dass auch viele andere Fischarten Geschmack daran finden und meistens schon vor dem Karpfen anbeißen werden.
Es gibt aber auch Köder, die die Eigenschaft haben einigermaßen selektiv zu wirken, d.h. nur von Karpfen gefressen zu werden. Die zwei die heutzutage am häufigsten eingesetzt werden, werden wir uns im nachfolgenden genauer ansehen.
Auch beim Einsatz selektiver Ködersorten gehören große Brassen immer mit zum Beifang, sollten aber als gutes Zeichen gesehen werden, denn: Wo Brassen fressen werden auch Karpfen früher oder später ihr Futter suchen.
Es gibt aber auch Köder, die die Eigenschaft haben einigermaßen selektiv zu wirken, d.h. nur von Karpfen gefressen zu werden. Die zwei die heutzutage am häufigsten eingesetzt werden, werden wir uns im nachfolgenden genauer ansehen.
Auch beim Einsatz selektiver Ködersorten gehören große Brassen immer mit zum Beifang, sollten aber als gutes Zeichen gesehen werden, denn: Wo Brassen fressen werden auch Karpfen früher oder später ihr Futter suchen.
4.1 Futtermais: Im Gegensatz zum Fertigmais aus der Dose ist der Futtermais auch nach dem Kochen noch relativ hart und wird deshalb nicht so leicht von kleineren Fischen gefressen. Futtermais kann man in Futtermühlen, Genossenschaften o.ä. in großen Säcken zu 25 oder 50 Kilogramm erwerben. Der Preis ist mit durchschnittlich 12,-€ pro 25 Kilogramm auch für kleine Geldbeutel ganz erschwinglich.
Zubereitung: Die Maiskörner sind zunächst trocken und steinhart und würden so weder eine Lockwirkung auf den Karpfen ausüben noch von ihm verdaut werden können.
Um den Mais zum Anfüttern und Fischen brauchbar zu machen wird die benötigte Menge für 24 Stunden in Wasser eingeweicht und dann circa 30 Minuten gekocht.
In das Einweichwasser kann man, wenn man möchte flüssige Lockstoffe geben die beim Quellen vom Mais aufgenommen werden – nötig ist dies jedoch nicht unbedingt.
Um den Mais zum Anfüttern und Fischen brauchbar zu machen wird die benötigte Menge für 24 Stunden in Wasser eingeweicht und dann circa 30 Minuten gekocht.
In das Einweichwasser kann man, wenn man möchte flüssige Lockstoffe geben die beim Quellen vom Mais aufgenommen werden – nötig ist dies jedoch nicht unbedingt.
Nach dem Kochen ist der Mais etwas weicher und kann nun vom Fisch gefressen beziehungsweise vom Angler als Futter und Köder verwendet werden. Er ist jedoch weiterhin nicht so weich und süß wie Dosenmais und zumindest kleinere Weißfische wird man deswegen mit diesem Mais eher selten fangen.
Nichts desto trotz: Neben Karpfen lieben gerade große Brassen die gelben Körner und können beim Angeln mit Mais auch schon mal zur Plage werden.
Andere Partikel, die man benutzen kann, aber auf deren Zubereitung ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen möchte, sind: Tigernüsse, Kichererbsen, Hanf, Weizen etc….
Außerdem enthalten sie so gut wie immer eine erhebliche Menge an Konservierungsstoffen. Dass der Konsum von Konservierungsstoffen auf Dauer für die Karpfen nicht gesund sein kann leuchtet wohl jedem von selber ein, dass sich hochkonzentrierte Konservierer auch auf den Geschmack auswirken bemerkt man spätestens, wenn man sich mal im Selbstversuch ein Stück eines solchen Boilies auf der Zunge zergehen lässt.
Da an den gut beworbenen, bunt verpackten Produkten auch immer eine ganze Menge Leute verdienen müssen (Hersteller, Zwischenhändler, Verkäufer...) kann man sich auch in etwa ausmalen, dass die Inhaltsstoffe oft nicht besonders hochwertig sein können, beziehungsweise Fertigboilies mit tatsächlich hochwertigen Bestandteilen eben auch mal mehr als 10,-€/Kilo kosten! Man füttert also auf Dauer höchstwahrscheinlich minderwertige Köder oder verzichtet auf seinen nächsten Urlaub um "hochwertige" Fertigboilies füttern zu können.
Beides kann auf Dauer nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Selber rollen ist nicht schwer!
Boilierezepte, Zutaten, fertige Mixe und Anleitungen zum Selberrollen gibt es heute wie Sand am Meer und es war noch nie so einfach sich seine Murmeln selbst zu fertigen.
Das Vorgehen ist im Grunde ganz einfach: Die benötigten Trockenzutaten werden gut miteinander vermischt. Pro Kilogramm Trockenmix werden je nach Rezept 9-12 Eier dazu gegeben und so ein geschmeidiger Teig hergestellt. Aus diesem Teig werden zunächst mit Hilfe einer Teigpresse Würste und anschließend auf einem sogenannten Rollbrett Kugeln hergestellt. Diese werden solange in kochendem Wasser gegart, bis sie an die Oberfläche steigen, dann abgeschöpft und daraufhin einige Zeit getrocknet.
Benutzt man keinen Konservierer sollte man die produzierten Köder danach einfrieren oder einsalzen - so sind sie eine lange Zeit haltbar.
Wer die nötigen Investitionen scheut oder keine Zeit hat seine Köder selbst zu produzieren, kann heutzutage auch noch die Möglichkeit nutzen sich seine Köder von kleinen Firmen frisch abrollen zu lassen. Manche Anbieter rollen bei entsprechender Abnahmemenge sogar die individuellen Mixe der Kunden frisch ab – Bequemer geht’s kaum.
Nichts desto trotz: Neben Karpfen lieben gerade große Brassen die gelben Körner und können beim Angeln mit Mais auch schon mal zur Plage werden.
Andere Partikel, die man benutzen kann, aber auf deren Zubereitung ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen möchte, sind: Tigernüsse, Kichererbsen, Hanf, Weizen etc….
4.2 Boilies: Die hart gekochten Teigkugeln sind heute DER Köder beim spezialisierten Karpfenangeln. Der Grund ist einfach: Durch eine gewisse Größe (...überwiegend werden Boilies mit einem Durchmesser von 20mm verwendet) und vor allem durch die Härte der Kugeln wird es den allermeisten anderen Fischarten sehr schwer gemacht Boilies zu fressen.
Da die Boilies sich auch erst nach langer Zeit im Wasser anfangen aufzulösen, liegen sie oft tatsächlich so lange am Gewässerboden bis ein Karpfen vorbeikommt und sie frisst. Karpfen sind es gewohnt auch harte Nahrung wie größere Schnecken und Muscheln mit ihren Schlundzähnen zu zermahlen und so bereitet ihnen das Fressen der Boilies keine Probleme.
Da die Boilies sich auch erst nach langer Zeit im Wasser anfangen aufzulösen, liegen sie oft tatsächlich so lange am Gewässerboden bis ein Karpfen vorbeikommt und sie frisst. Karpfen sind es gewohnt auch harte Nahrung wie größere Schnecken und Muscheln mit ihren Schlundzähnen zu zermahlen und so bereitet ihnen das Fressen der Boilies keine Probleme.
Selber machen oder kaufen?
Boilies gibt es in zig Farben, Größen und unendlich vielen Geruchs- und Geschmacksvariationen fertig zu kaufen. Um die ersten Erfahrungen zu machen, reichen diese "Ready-mades" in der Regel auch aus.
Auf lange Sicht gibt es allerdings einige Argumente die dafür sprechen, sich seine Köder selbst herzustellen bzw. frisch hergestellte zu kaufen: „Fix und Fertig“ Boilies aus dem Angelladen haben den Nachteil, dass man nie weiß wie lange die Köder dort schon lagen und was in ihnen tatsächlich enthalten ist.
Boilies gibt es in zig Farben, Größen und unendlich vielen Geruchs- und Geschmacksvariationen fertig zu kaufen. Um die ersten Erfahrungen zu machen, reichen diese "Ready-mades" in der Regel auch aus.
Auf lange Sicht gibt es allerdings einige Argumente die dafür sprechen, sich seine Köder selbst herzustellen bzw. frisch hergestellte zu kaufen: „Fix und Fertig“ Boilies aus dem Angelladen haben den Nachteil, dass man nie weiß wie lange die Köder dort schon lagen und was in ihnen tatsächlich enthalten ist.
Außerdem enthalten sie so gut wie immer eine erhebliche Menge an Konservierungsstoffen. Dass der Konsum von Konservierungsstoffen auf Dauer für die Karpfen nicht gesund sein kann leuchtet wohl jedem von selber ein, dass sich hochkonzentrierte Konservierer auch auf den Geschmack auswirken bemerkt man spätestens, wenn man sich mal im Selbstversuch ein Stück eines solchen Boilies auf der Zunge zergehen lässt.
Da an den gut beworbenen, bunt verpackten Produkten auch immer eine ganze Menge Leute verdienen müssen (Hersteller, Zwischenhändler, Verkäufer...) kann man sich auch in etwa ausmalen, dass die Inhaltsstoffe oft nicht besonders hochwertig sein können, beziehungsweise Fertigboilies mit tatsächlich hochwertigen Bestandteilen eben auch mal mehr als 10,-€/Kilo kosten! Man füttert also auf Dauer höchstwahrscheinlich minderwertige Köder oder verzichtet auf seinen nächsten Urlaub um "hochwertige" Fertigboilies füttern zu können.
Beides kann auf Dauer nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Selber rollen ist nicht schwer!
Boilierezepte, Zutaten, fertige Mixe und Anleitungen zum Selberrollen gibt es heute wie Sand am Meer und es war noch nie so einfach sich seine Murmeln selbst zu fertigen.
Das Vorgehen ist im Grunde ganz einfach: Die benötigten Trockenzutaten werden gut miteinander vermischt. Pro Kilogramm Trockenmix werden je nach Rezept 9-12 Eier dazu gegeben und so ein geschmeidiger Teig hergestellt. Aus diesem Teig werden zunächst mit Hilfe einer Teigpresse Würste und anschließend auf einem sogenannten Rollbrett Kugeln hergestellt. Diese werden solange in kochendem Wasser gegart, bis sie an die Oberfläche steigen, dann abgeschöpft und daraufhin einige Zeit getrocknet.
Benutzt man keinen Konservierer sollte man die produzierten Köder danach einfrieren oder einsalzen - so sind sie eine lange Zeit haltbar.
Wer die nötigen Investitionen scheut oder keine Zeit hat seine Köder selbst zu produzieren, kann heutzutage auch noch die Möglichkeit nutzen sich seine Köder von kleinen Firmen frisch abrollen zu lassen. Manche Anbieter rollen bei entsprechender Abnahmemenge sogar die individuellen Mixe der Kunden frisch ab – Bequemer geht’s kaum.
Neben Futtermais und Boilies gibt es wie erwähnt noch eine ganze Reihe anderer Köder die zum Füttern und Fischen verwendet werden können und jeder entwickelt sicher im Laufe der Zeit noch hier und da seine eigenen Vorlieben und "Geheimtipps" - zum Einstieg ist man dem Einsatz von Mais, Boilies oder beidem in Kombination (es spricht nichts dagegen Mais und Boilies an der selben Stelle gleichzeitig zu füttern...) jedoch erst einmal ganz gut beraten.
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Bringt man an der potentiellen Angelstelle schon einige Zeit vorher Futter ein, steigert man seine Fangchancen ganz erheblich.
Da man am Anfang zunächst Gewässer befischen wird, an denen andere schon vorher erfolgreich waren, kennen die Fische mit hoher Wahrscheinlichkeit die üblichen Angelköder schon und müssen nicht erst daran gewöhnt werden. Drei bis vier Tage vorher anzufangen zu füttern sollte ausreichen den Fischen zu signalisieren, dass es sich lohnt den Futterplatz immer wieder aufzusuchen.
Da man am Anfang zunächst Gewässer befischen wird, an denen andere schon vorher erfolgreich waren, kennen die Fische mit hoher Wahrscheinlichkeit die üblichen Angelköder schon und müssen nicht erst daran gewöhnt werden. Drei bis vier Tage vorher anzufangen zu füttern sollte ausreichen den Fischen zu signalisieren, dass es sich lohnt den Futterplatz immer wieder aufzusuchen.
Die Menge des täglich eingebrachten Futters hängt natürlich vom Karpfenbestand sowie den vorkommenden Weißfischen, Wasservögeln und anderen Mitessern ab. Allgemein gilt „weniger ist meistens mehr“. Füttert man nämlich zu viel, bleibt Futter am Platz liegen, die Fische sind vollgefressen und die Fangchancen sinken.
Hier zeigt sich auch wie wichtig die Auswahl der richtigen Stelle ist: Haben wir uns einen Ort ausgesucht an dem die Fische nicht ab und zu vorbei ziehen, haben sie gar nicht die Chance unser angebotenes Futter zu finden und zu fressen.
Hier zeigt sich auch wie wichtig die Auswahl der richtigen Stelle ist: Haben wir uns einen Ort ausgesucht an dem die Fische nicht ab und zu vorbei ziehen, haben sie gar nicht die Chance unser angebotenes Futter zu finden und zu fressen.
Die Idee an einer x-beliebigen Stelle Futter ins Wasser zu werfen und die Fische kommen dann schon von alleine dort hin funktioniert so nämlich nicht! Die Fische werden ihre natürlichen Fraßstellen und üblichen Zugrouten nicht verlassen, nur weil wir irgendwo ein paar bunte Kugeln oder gelbe Körner ins Wasser werfen.
Zu wenig Futter an einer geeigneten Stelle ist natürlich genauso schlecht: Das Futter wird vom ersten Karpfentrupp restlos gefressen und alle anderen die später noch kommen finden nichts mehr vor und kriegen gar nicht mit, dass es sich eigentlich um einen attraktiven Futterplatz handelt. Wie immer gilt es also den goldenen Mittelweg zu finden. Wenn das Wasser warm genug ist, dass die Karpfen anfangen aktiv auf Futtersuche zu gehen (ab etwa 12 Grad Wassertemperatur), ist das Anfüttern mit 500 - 1000 Gramm Boilies täglich ein guter Richtwert um sich an die richtige Menge heran zu tasten.
Mais darf ruhig ein bisschen mehr gefüttert werden, weil dort wie gesagt die Zahl der mitfressenden Weißfische naturgemäß ein wenig höher ist. Den Futterplatz sollte man zunächst etwas großflächiger anlegen, zum Beispiel über eine Fläche von 20m². So gewöhnt man die Karpfen schon beim Füttern daran, dass sie von Köder zu Köder ein Stück schwimmen müssen. Dies erhöht beim eigentlichen Angelansitz die Chancen, dass sich tatsächlich ein Fisch hakt – aber dazu später mehr.
Füttern auf Distanz - Wurfrohr, Futterkelle oder Schleuder?
Zu wenig Futter an einer geeigneten Stelle ist natürlich genauso schlecht: Das Futter wird vom ersten Karpfentrupp restlos gefressen und alle anderen die später noch kommen finden nichts mehr vor und kriegen gar nicht mit, dass es sich eigentlich um einen attraktiven Futterplatz handelt. Wie immer gilt es also den goldenen Mittelweg zu finden. Wenn das Wasser warm genug ist, dass die Karpfen anfangen aktiv auf Futtersuche zu gehen (ab etwa 12 Grad Wassertemperatur), ist das Anfüttern mit 500 - 1000 Gramm Boilies täglich ein guter Richtwert um sich an die richtige Menge heran zu tasten.
Mais darf ruhig ein bisschen mehr gefüttert werden, weil dort wie gesagt die Zahl der mitfressenden Weißfische naturgemäß ein wenig höher ist. Den Futterplatz sollte man zunächst etwas großflächiger anlegen, zum Beispiel über eine Fläche von 20m². So gewöhnt man die Karpfen schon beim Füttern daran, dass sie von Köder zu Köder ein Stück schwimmen müssen. Dies erhöht beim eigentlichen Angelansitz die Chancen, dass sich tatsächlich ein Fisch hakt – aber dazu später mehr.
Füttern auf Distanz - Wurfrohr, Futterkelle oder Schleuder?
Je nachdem wie weit die Futterstelle vom Ufer entfernt ist, gibt es unterschiedliche Methoden das Futter auf Distanz zu bringen. Häufig ist der Uferbereich eines Gewässers am viel versprechensten und das gezielte Füttern mit der Hand ist ohne Probleme möglich.
Liegt die Stelle etwas weiter vom Ufer entfernt gibt es einige Hilfsmittel. Gerade die runden Boilies eignen sich dabei gut um auch auf größere Entfernungen einigermaßen gezielt angefüttert zu werden. Eine Auswahl der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten:
Futterkellen, die auf einen Kescherstab aufgeschraubt werden können, ermöglichen das gezielte Werfen von 10-20 Boilies auf einmal bis zu einer Weite von etwa 35 Metern. Auch Mais kann man mit diesem Gerät auf solche Weiten befördern, wenn man mit Hilfe von zum Beispiel Paniermehl kleine Futterbälle formt und diese mit Gefühl beschleunigt.
Für größere Distanzen eignet sich dann eher ein Wurfrohr, mit dem man aber ausschließlich Boilies füttern kann. Wurfrohre gibt es in unterschiedlichen geraden und gebogenen Ausführungen und mit welcher Variante man besser klarkommt ist wohl Veranlagung. In jedem Falle bedarf es einiger Übung und die ersten Kilos Boilies werden überall hinfliegen, nur nicht dort hin wo sie hin sollten.
Etwas in Vergessenheit geraten ist die Futterschleuder. Ich benutze sie noch gelegentlich, wenn ich auf einer Distanz die zum Werfen von Hand zu weit und zum Füttern mit dem Wurfrohr zu nah ist Boilies füttern will. Im Gegensatz zur Futterkelle am Kescherstab ist es mit der Schleuder möglich ohne Streuung sehr platziert und gezielt zu füttern wenn man möchte oder muss. Durch den Umstand, dass man immer nur ein bis drei Boilies auf einmal verschießen kann dauert das Füttern aber etwas länger.
Liegt die Stelle etwas weiter vom Ufer entfernt gibt es einige Hilfsmittel. Gerade die runden Boilies eignen sich dabei gut um auch auf größere Entfernungen einigermaßen gezielt angefüttert zu werden. Eine Auswahl der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten:
Futterkellen, die auf einen Kescherstab aufgeschraubt werden können, ermöglichen das gezielte Werfen von 10-20 Boilies auf einmal bis zu einer Weite von etwa 35 Metern. Auch Mais kann man mit diesem Gerät auf solche Weiten befördern, wenn man mit Hilfe von zum Beispiel Paniermehl kleine Futterbälle formt und diese mit Gefühl beschleunigt.
Für größere Distanzen eignet sich dann eher ein Wurfrohr, mit dem man aber ausschließlich Boilies füttern kann. Wurfrohre gibt es in unterschiedlichen geraden und gebogenen Ausführungen und mit welcher Variante man besser klarkommt ist wohl Veranlagung. In jedem Falle bedarf es einiger Übung und die ersten Kilos Boilies werden überall hinfliegen, nur nicht dort hin wo sie hin sollten.
Etwas in Vergessenheit geraten ist die Futterschleuder. Ich benutze sie noch gelegentlich, wenn ich auf einer Distanz die zum Werfen von Hand zu weit und zum Füttern mit dem Wurfrohr zu nah ist Boilies füttern will. Im Gegensatz zur Futterkelle am Kescherstab ist es mit der Schleuder möglich ohne Streuung sehr platziert und gezielt zu füttern wenn man möchte oder muss. Durch den Umstand, dass man immer nur ein bis drei Boilies auf einmal verschießen kann dauert das Füttern aber etwas länger.
Tipp: Wenn ihr eine Stelle anfüttern wollt, die zum Beispiel mitten im See liegt (beispielsweise ein Plateau, welches man vom Ufer nicht sehen kann und das ihr beim Loten entdeckt habt): Nehmt Eure Lotrute mit zum Füttern und sucht damit die Stelle zunächst genau wieder. Dann lasst Ihr die Pose während des Fütterns als Markierung an der Stelle auf dem Wasser und könnt Euch sicher sein die richtige Stelle getroffen zu haben. Beim späteren Angeln könnt ihr zum genauen Anwerfen der Stelle genauso vorgehen.
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Zur Beruhigung: Es müssen zum Einstieg keine speziellen Karpfenruten und -rollen für einige hundert Euros angeschafft werden. Eine Rute, die in der Lage ist ein 80-90 Gramm schweres Blei hinaus in den See zu befördern ohne dabei zu zerbrechen und eine mittelgroße Stationärrolle bespult mit 33er-35er monofiler Schnur ist für den Einstieg völlig ausreichend.
Gerät also, dass den meisten die schon eine Weile auf andere Fischarten geangelt haben ohnehin zur Verfügung steht. Findet man längerfristig Gefallen an dieser speziellen Angeldisziplin kann man sein Gerät im Laufe der Zeit immer noch nach und nach „verbessern“.
Gerät also, dass den meisten die schon eine Weile auf andere Fischarten geangelt haben ohnehin zur Verfügung steht. Findet man längerfristig Gefallen an dieser speziellen Angeldisziplin kann man sein Gerät im Laufe der Zeit immer noch nach und nach „verbessern“.
Wichtig: Kescher und Abhakmatte
Wichtiger ist das Vorhandensein von zwei anderen Ausrüstungsgegenständen: Ein ausreichend großer, stabiler „Karpfenkescher“ und eine sogenannte Abhakmatte. Für beide gilt gleichermaßen: Sie können nicht groß genug sein!
Ein großer Kescher gewährleistet, dass gehakte Fische sicher gelandet werden können, ohne dass sie dabei Schaden nehmen (Flossenbrüche etc.) - im Gegensatz zu einem zu kleinen Kescher oft schon beim ersten Versuch.
Wichtiger ist das Vorhandensein von zwei anderen Ausrüstungsgegenständen: Ein ausreichend großer, stabiler „Karpfenkescher“ und eine sogenannte Abhakmatte. Für beide gilt gleichermaßen: Sie können nicht groß genug sein!
Ein großer Kescher gewährleistet, dass gehakte Fische sicher gelandet werden können, ohne dass sie dabei Schaden nehmen (Flossenbrüche etc.) - im Gegensatz zu einem zu kleinen Kescher oft schon beim ersten Versuch.
Zudem haben spezielle Karpfenkescher an den Außenseiten eine etwas größere Maschenweite als am Boden. Dadurch kann der große Kescher im Wasser gut bewegt werden und die kleinen Maschen am Boden können beim Anheben dem Fisch nicht in die Haut schneiden.
Die Abhakmatte ist eine wasserdichte, gepolsterte Unterlage aus schleimhautfreundlichem Material. Zum optimalen Schutz des Fisches ist es wichtig die Matte nass zu machen bevor man den Fisch darauf legt. Zu diesem Zweck stellt man sich einfach zu Angelbeginn einen kleinen Eimer mit Wasser neben die Matte.
Beschließt man den Fisch nach dem Fang zurück zu setzen, da er zu klein oder zu groß(!) für eine sinnvolle Verwertung ist, kann man ihn in der Matte zurück ans Wasser transportieren und aus ihr heraus vorsichtig wieder schwimmen lassen.
Die Abhakmatte ist eine wasserdichte, gepolsterte Unterlage aus schleimhautfreundlichem Material. Zum optimalen Schutz des Fisches ist es wichtig die Matte nass zu machen bevor man den Fisch darauf legt. Zu diesem Zweck stellt man sich einfach zu Angelbeginn einen kleinen Eimer mit Wasser neben die Matte.
Beschließt man den Fisch nach dem Fang zurück zu setzen, da er zu klein oder zu groß(!) für eine sinnvolle Verwertung ist, kann man ihn in der Matte zurück ans Wasser transportieren und aus ihr heraus vorsichtig wieder schwimmen lassen.
Rutenablage und Bissanzeiger
Die Ruten werden beim Karpfenangeln in der Regel horizontal auf zwei Ständern abgelegt. Dies gewährleistet eine sensible Bissanzeige und einen guten Schnurabzug beim Biss.
Da das Abziehen der Schnur gegen einen gewissen Wiederstand der Rollenbremse erfolgt, ist es wichtig, dass der hintere Ständer über eine Klemmvorrichtung verfügt, die den Rutengriff festhält. Solche speziellen Auflagen sind mittlerweile in jedem gut sortierten Angelladen erhältlich (Fachbegriff: "butt-grips").
Legt man die Rute nur auf einem gewöhnlichen V-förmigen Ständer ab, besteht die Gefahr, dass der Karpfen beim Biss Rute und Rolle ins Wasser zieht, ehe man reagieren kann. Nicht lachen, dies ist durchaus schon Anglern (und Fischen…) passiert.
Die vordere Rutenablage wird in der Regel von einem elektronischen Bissanzeiger gebildet, der den Schnurabzug optisch und akustisch meldet. Man kann auf ein solches Gerät durchaus verzichten, wenn man nur tagsüber fischt und die ganze Zeit unmittelbar neben seinen Ruten sitzt! In diesem Fall sollte man nur darauf achten, dass die vordere Auflage über keine scharfen Kanten oder ähnliche Fallen verfügt und der Fisch Schnur abziehen kann, ohne dass es zu Reibung zwischen Ablage und Schnur kommt.
Die Ruten werden beim Karpfenangeln in der Regel horizontal auf zwei Ständern abgelegt. Dies gewährleistet eine sensible Bissanzeige und einen guten Schnurabzug beim Biss.
Da das Abziehen der Schnur gegen einen gewissen Wiederstand der Rollenbremse erfolgt, ist es wichtig, dass der hintere Ständer über eine Klemmvorrichtung verfügt, die den Rutengriff festhält. Solche speziellen Auflagen sind mittlerweile in jedem gut sortierten Angelladen erhältlich (Fachbegriff: "butt-grips").
Legt man die Rute nur auf einem gewöhnlichen V-förmigen Ständer ab, besteht die Gefahr, dass der Karpfen beim Biss Rute und Rolle ins Wasser zieht, ehe man reagieren kann. Nicht lachen, dies ist durchaus schon Anglern (und Fischen…) passiert.
Die vordere Rutenablage wird in der Regel von einem elektronischen Bissanzeiger gebildet, der den Schnurabzug optisch und akustisch meldet. Man kann auf ein solches Gerät durchaus verzichten, wenn man nur tagsüber fischt und die ganze Zeit unmittelbar neben seinen Ruten sitzt! In diesem Fall sollte man nur darauf achten, dass die vordere Auflage über keine scharfen Kanten oder ähnliche Fallen verfügt und der Fisch Schnur abziehen kann, ohne dass es zu Reibung zwischen Ablage und Schnur kommt.
Fischt man sehr lange, auch über Nacht oder sogar einige Tage am Stück ist die Anschaffung eines elektronischen Bisssanzeigers jedoch anzuraten. Dabei gilt: Finger weg von den erstbesten Billigangeboten, diese verabschieden sich in der Regel nach dem ersten Regenschauer, fressen Unmengen an Batterien oder haben andere Fehler. Hier lohnt es sich ein paar Euro mehr zu investieren und auf Geräte der etablierten Firmen Carpsounder, Delkim oder Fox zurück zu greifen. Einfache Ausführungen, am besten gebraucht gekauft sind für den Anfang völlig ausreichend und kosten dann auch nicht so wahnsinnig viel Geld.
Ebenfalls empfehlenswert sind die Bissanzeiger „The Beast“ der Firma Exori. Sie haben das wohl beste Preis-/Leistungsverhältnis für Einsteiger. Sie sind 100% wasserdicht, sehr laut, haben einen moderaten Batterieverbrauch und kosten neu gerade einmal um die 35,- Euro.
Damit der Bissanzeiger auch Schnurabzug melden kann, wenn der Fisch auf die Angel zu schwimmt ("Fallbiss"), wird häufig zusätzlich ein Gewicht zwischen Bissanzeiger und Rolle in die Schnur gehängt. Es gibt diese "Fallbissanzeiger" im Handel in den unterschiedlichsten Formen als "Swinger" und "Hanger". Für den Anfang tut's aber auch ein in die Schnur gehängtes leichtes Blei oder ähnliches.
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Einer der größten Unterschiede zur traditionellen Angelei ist beim modernen Karpfenangeln sicher die Befestigung des Köders. Dieser wird nämlich nicht auf den Haken gesteckt sondern an einer seperaten Schnur (dem sogenannten Haar) befestigt. Der Haken bleibt gänzlich frei und der Köder hängt ein kleines Stück unter dem Hakenbogen. Sinn und Zweck dieser Befestigungsart ist, dass der Haken so viel leichter im Maul des Fisches Halt finden kann. Dass der Haken völlig „sichtbar“ ist, stört den durchschnittlichen Karpfen überhaupt nicht!
Das "knotless-knot rig"
In Fachliteratur ist meist von den verschiedensten, komplizierten "Rigs" zu lesen, in der Praxis fährt man aber in 99% der Fälle mit einem ganz simplen Vorfach sehr gut: Dem sogenannten "knotless-knot rig", zu deutsch: Vorfach mit knotenlosem Knoten. Dieses selbst zu binden ist sehr einfach und schnell zu lernen.
Man braucht:
In Fachliteratur ist meist von den verschiedensten, komplizierten "Rigs" zu lesen, in der Praxis fährt man aber in 99% der Fälle mit einem ganz simplen Vorfach sehr gut: Dem sogenannten "knotless-knot rig", zu deutsch: Vorfach mit knotenlosem Knoten. Dieses selbst zu binden ist sehr einfach und schnell zu lernen.
Man braucht:
- Öhrhaken (müssen nicht zwingend spezielle Karpfenhaken sein)
- geflochtenes Vorfachmaterial
Und so wird's gemacht:
- An ein etwa 25cm langes Stück Vorfach wird zunächst eine kleine Schlaufe gebunden, diese dient später zur Fixierung des Boilies auf dem Haar.
- Das Vorfach wird nun so durch das Hakenöhr gefädelt, dass zwischen Hakenbogen und Vorfachende ein Abstand von ca. 3 Zentimetern ist. (Abbildung 1)
- Nun werden mit dem freien Vorfachende einige (ca. 4-7) Wicklungen um den Haken gemacht und das Ende anschließend von hinten (wichtig!) wieder durch das Öhr geführt (Abbildung 2)
- Nach dem Strammziehen ist das erste eigene Haar-Vorfach bereits einsatzfertig. Man sollte so viele Wicklungen um den Hakenschenkel machen, dass die Hakenspitze und das Ende der Wicklungen etwa auf einer Höhe sind (s. Markierung in Abbildung 3)
Befestigung eines Köders am "Haar"
Nun befestigen wir einen Köder an unserem eben gebundenen Haarvorfach.
Dazu brauchen wir:
- Eine Boilienadel
- Einen Köder (im Beispiel ein Boilie)
- Das eben gebundene Vorfach
- Einen Boiliestopper
Und so wird's gemacht:
- Zunächst wird der Boilie mit der Boilienadel durchstochen.
- Am Ende der Boilienadel befindet sich eine Öse. Dort wird die kleine Schlaufe am Ende des "Haars" eingehängt, und dann mit der Boilienadel durch den Köder gezogen. (Abbildungen 2+3)
- In die Öse kommt anschließend ein Boiliestopper (Meistens kleine Nippel aus Kunststoff, zur Not tut's aber auch ein Stück von einem Streichholz o.ä.). Der Stopper verhindert, dass der Köder beim Auswerfen wieder vom Haar fliegt.
- Nach dem Strammziehen sollte der Köder so befestigt sein wie auf Abbildung 4 bzw. 5.
Das Vorfach im Einsatz: "Die Selbsthakmontage"
Nun bleibt noch zu betrachten, wie das Haarvorfach benutzt werden muss, um Karpfen auf die Abhakmatte zu befördern. Es fehlt noch die "Montage". Fast alle Karpfenangler setzen heutzutage sogenannte „Selbsthak-“ oder „Festbleimontagen“ („bolt-rigs“) mit einem schweren (mindestens 80g), halbfixierten Blei ein.
Der Gedanke hinter der Selbsthakmontage: Es wird mit einem schweren, festen Blei geangelt an dem ein kurzes Vorfach (15-25cm) mit dem Köder befestigt ist. Der Karpfen nimmt den Köder auf, bewegt sich mit dem Köder im Maul ein Stück und schwimmt dabei gegen den Wiederstand des Bleis. Der frei liegende Haken sticht ihm in dem Moment ins Maul und er reagiert mit einer Flucht, wobei der Haken endgültig fasst.
Damit der Fisch sich im Falle eines Schnurabrisses wieder von dem Blei befreien kann, wurden zwei Systeme entwickelt in denen das Blei sich bei einem gewissen Zug löst und abfällt. Dies sind die sogenannten „safety-bolt-rigs“ und im Sinne der Fischsicherheit sollten keine anderen Festbleimontagen verwendet werden.
Es gibt zwei verschiedene gebräuchliche Varianten die sich durch die Art der Bleibefestigung unterscheiden: Montagen mit Inline Bleien und Montagen mit "safety-clips".
"Safety-bolt-rig" mit Inline Blei
Bei der Inline Montage kommt ein spezielles Blei zum Einsatz, durch welches die Schnur hindurchläuft. Im Inneren des Bleis befindet sich ein Plastikröhrchen, in dem später ein Wirbel durch Hineinziehen fixiert wird. Am hinteren Ende des Bleis wird über das Plastikröhrchen ein Gummizylinder ("tail-rubber") gezogen. Zum einen schützt dieser die Schnur vor der Kante des Röhrchens, zum anderen wird in diesem Gummyzlinder ein Plastikschlauch befestigt.
Der Plastikschlauch erfüllt zwei Funktionen: Zum Einen versteift er die Schnur hinter dem Blei und sorgt so dafür, dass sich die Montage beim Einwerfen nicht so leicht verheddert (daher wird dieser Schlauch für gewöhnlich "Anti-tangle-tube", also "Anti-Verwickel-Schlauch" genannt). Zum anderen sorgt dieser Schlauch dafür, dass die Flanke des Fisches im Drill nicht mit der Schnur in Berührung kommt und schützt den Fisch so vor Verletzungen.
Es empfiehlt sich bei solchen Montagen alle Komponenten von dem gleichen Hersteller zu benutzten, da so die Passgenauigkeit der einzelnen Teile gewährleistet ist. Zur Montage wird folgendes benötigt:
- 1 "Inline-Blei" mindestens 60g, besser schwerer
- 1 Gummizylinder ("tail-rubber")
- 1 zum Blei passender Wirbel
- ca. 50cm weicher Plastikschlauch ("tube")
Und so wird's gemacht:
- Die Hauptschnur wird nacheinander durch den Plastikschlauch, den Gummizylinder (erst durch das dünne Ende) und das Blei gezogen. An das Ende der Hauptschnur wird dann der Wirbel geknotet.
Dazu eignet sich beispielsweise der "Grinner-Knoten". (Die richtige Reihenfolge der Komponenten sieht man auf Abbildung 1). - Als nächstes wird der Wirbel in das Blei hinein gezogen. Dies erfordert ein bißchen Kraft und der Wirbel sollte danach fest in dem Plastikröhrchen des Bleis sitzen (siehe Abbildung 2).
- Nun wird noch der Gummizylinder über das hintere Ende des Plastiskröhrchens geschoben und der Schlauch in den Zylinder gesteckt.
- Als letztes wird das Vorfach an das andere Ende des Wirbels geknotet (auch hier empfiehlt sich der "Grinner-Knoten") und die Montage ist einsatzbereit (Abbildung 3).
"Safety-bolt-rig" mit Safety-Clip
Wie bereits geschrieben handelt es sich auch bei hier um eine Selbsthak-Montage mit halb-fixierten Blei. Sie unterscheidet sich von der Inline-Montage nur durch die Art wie das Blei befestigt wird. Das Blei wird in einen Clip mit einem Bügel aus Kunstoff oder Metall (für Gewaltwürfe) eingehängt und mit einem Gummizylinder gesichert. Es sind also im Prinzip alle Bleie mit einer Öse oder einem Wirbel verwendbar. Die Fixierung für den Selbsthakeffekt erfolgt, indem der Wirbel der Montage in den Clip hineingezogen wird. Die Meinungen darüber, welche Montage die besseren Wurf- und Hakeigenschaften hat gehen auseinander - definitiver Vorteil der Safety-clip-Montage ist aber auf jeden Fall, dass das Blei jederzeit unkompliziert ausgetauscht werden kann.
Es empfiehlt sich wiederum alle Komponenten von dem gleichen Hersteller zu benutzten, da so die Passgenauigkeit der einzelnen Teile gewährleistet ist.
Zur Montage wird folgendes benötigt:
- 1 Blei mit Öse oder Wirbel von mindestens 60g, besser schwerer
- 1 Safety-clip
- 1 Gummizylinder ("tail-rubber")
- 1 zum Clip passender Wirbel
- ca. 50cm weicher Plastikschlauch ("tube")
- Die Hauptschnur wird nacheinander durch den Plastikschlauch, den Gummizylinder (erst durch das dünne Ende) und den Clip gezogen. An das Ende der Hauptschnur wird dann der Wirbel geknotet.
Dazu eignet sich beispielsweise der "Grinner-Knoten". (Die richtige Reihenfolge der Komponenten sieht man auf Abbildung 1). - Als nächstes wird ein Blei in den Clip eingehängt und der Gummyzylinder darüber gezogen, so dass das Blei nicht mehr heruas rutschen kann. In Abbildung 2 ist ein Safety-Clip mit Metallbügel der Firma MIKA abgebildet. Dieser hält auch extreme Gewaltwürfe aus, wobei Kunststoff-Clips hin und wieder brechen.
- Durch kräftigen Zug wird danach der Wirbel in den Kunststoff-Clip gezogen. Dieser sollte darin einen festen Sitz haben (siehe Abbildung 3).
- Der Plastikschlauch wird in den Gummizylinder gesteckt.
- Als letztes wird das Vorfach an das andere Ende des Wirbels geknotet (auch hier empfiehlt sich der "Grinner-Knoten") und die Montage ist einsatzbereit (Abbildung 4).
Ich hoffe, der ein oder andere konnte durch den Bericht etwas lernen. Über Feedback jeglicher Art (Lob, Kritik, Anregungen...) würde ich mich freuen!
Euer FUX
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